Geschichte

Im Herbst 2014 haben sich in der Notfallmedizin tätige und engangierte Sanitäter und Medizinstudenten in einem Zimmer des Departments für Anatomie und Histologie der Medizinischen Universität Innsbruck zusammengefunden, um über Möglichkeiten zur besseren Vernetzung und Fortbildung zu sprechen. Man kannte sich zum Teil seit vielen Jahren aus dem Innsbrucker Rettungsdienst, es bestanden Beziehungen in die Einsatzorganisationen hinein und über hinaus.

Es waren 19 Personen anwesend: Medizinstudenten aus dem 1. Jahr (2), 2. Jahr (2), 3. Jahr (11) und 4. Jahr (3) sowie ein Student der UIBK. Davon waren 12 Rettungssanitäter, 5 Notfallsanitäter und 5 Lehrbeauftragte Erste Hilfe.

Aus dem Protokoll der ersten Sitzung vom 14.11.2014.

Als Ziele in der nahen und fernen Zukunften wurden nach einem gemeinsamen Brainstorming aufgestellt:

Vorträge für Mitglieder, für Medizinstudenten, Rettungsdienstpersonal und alle Interessierten durch Studenten, Sanitäter, Ärzte, Professoren. Idealerweise in regelmäßigen Abständen am selben Ort

Ermöglichung der Teilnahme an Vorträgen „fremder“ Hilfsorganisationen für Mitglieder der IG Notfallmedizin (Anm.: also den anderen Hilfsorganisationen, zusätzlich zur eigenen)

Workshops schon im Sommersemester, aufgefächert in verschiedene Praxisskills inkl. Theorie, später anhand PHTLS, ATLS etc.

Simulationstrainings (Patientenversorgung, simulierte Notfälle im Nachtdienst, evtl. auch für angehende Turnusärzte)

Fortbildungen die im Rahmen der rettungsdienstlichen Fortbildungsverpflichtung anrechenbar sind

Organisation von Übungsmaterial (Defibrillator/Monitor, Einsatzrucksäcke)

Anstreben der Zusammenarbeit mit der Anästhesie Innsbruck und dem Skills Lab der Studienvertretung

Ermöglichen von „Schnupperdiensten“ durch Medizinstudenten auf RTW’s

Langfristig das Besetzen eines RTWs mit Medizinstudenten

Die Ideen und Vorstellungen wurden teilweise von Unterstützern als sehr ambitioniert, von Skeptikern als praktisch unmöglich angesehen.

Währenddessen wuchs die Zahl der Unterstützer schon beim zweiten Treffen von 19 auf 27.

Ungeachtet der Zweifler machte man sich abgesehen von einem kleinen Zugeständnis an die Realität (vom Traum der Besetzung von Rettungsfahrzeugen durch Medizinstudenten wurde abgesehen) an die Umsetzung.

Die Gruppe um die Interessengemeinschaft Notfallmedizin umfasste schon knapp über 30 Personen, als am 31. Oktober 2016 der Verein errichtet wurde.

Es wurden Partnerschaftsabkommen mit allen Innsbrucker Einsatzorganisationen geschlossen. Auf Grundlage dieser sehr geschätzten Verbindungen findet nicht nur ein regelmäßiger Austausch statt, es können nunmehr auch Medizinstudenten im Rahmen des Projektes “Mitfahren” einen Rettungsdienst in Innsbrucker begleiten. Dieses Angebot ist in Österreich nach wie vor einzigartig.

Neben regelmäßig gut besuchten Vorträgen, ausgebuchten Workshops und anderen Veranstaltungen werden im Zuge der Coronapandemie nun auch Onlineformate angeboten.

Und so können wir heute mit Stolz sagen, dass so gut wie alle der damals zum Teil sehr ambitioniert anmutenden Ideen erfolgreich realisiert wurden und sich heute bei unseren Projekten wiederfinden.