Interdisziplinäre Trainings
IGNI Mitglieder haben zahlreiche Möglichkeiten an interdisziplinären Notfalltrainings teilzunehmen.
Übungskultur
"Mach es echt!" lautet unsere Philosophie beim Trainieren. Wo immer es möglich ist, versuchen wir reale Bedingungen zu simulieren, was schon beim Tragen der persönlichen Einsatzausrüstung und der Zusammenstellung der Teams beginnt. Die Kommunikation per Funk ist ebenso Teil eines jeden Szenarios wie die Verwendung von realitätsnahem Simulations- und Trainingsequipment.
Unser Ziel ist es die Teilnehmenden mental und emotional stärker in die Szenarien eintauchen zu lassen und somit den Wert der Trainings zu steigern.
Übungsmaterial
Unser Übungsmaterial umfasst mehrere RTW und NEF Rucksäcke, wie sie im Rettungsdienst Tirol üblich sind. Außerdem sind wir stolze Besitzer von zwei hochwertigen Simulationsmonitoren, welche uns ein Training auf hohem Niveau ermöglichen. Ergänzt wird das Material durch Rucksäcke und Kisten, die die Ausstattung der Fahrzeuge beinhalten. So kann dieses Material der Realität entsprechend vor der Haustüre oder auf einem Parkplatz platziert werden und muss bei Bedarf geholt werden. Walkie-Talkies ersetzen den Digitalfunk und Überwürfe werden zur Simulation der Anwesenheit anderer Einsatzorganisationen (z.B. Bergrettung, Polizei) verwendet.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Stadt Innsbruck, der Hypo Tirol Bank, Orange Consulting GmbH, Dräger Austria, der Firma Fairrescue sowie bei der Firma Santool für die großzügige Unterstützung bei der Beschaffung und Erweiterung unseres Übungsmaterials.
Trainingsformate
Freies Training
Teamleitung: Johannes Kaltseis, Gregor Zepharovich
Beim freien Training kommen wir in regelmäßigen Abständen zusammen, um gemeinsam ungezwungen zu üben und an unseren Skills zu arbeiten. Die IGNI stellt dabei Material und Trainingsequipment sowie die Räumlichkeiten. Freie Trainings finden normalerweise fix am zweiten Dienstag im Monat statt. In den Monaten Jänner bis Juli und September bis Dezember organisieren wir bei Bedarf und einer Mindestteilnehmerzahl von 7 Personen einen zweiten Termin.
Die Fallbeispiele bringen die Teilnehmer:innen selbst mit. Nehmt euch deshalb bitte vorab kurz Zeit und bereitet (gern auch zu zweit) ein Beispiel vor, dies steigert die Qualität der Trainings enorm und nimmt oft nur wenig Zeit in Anspruch.
Grundsätzlich zu den Fallbeispielen: Ob diese dem Arbeitsalltag, der Phantasie oder einem Lehrbuch entsprungen sind, ist grundsätzlich egal. Es hat sich jedoch vor allem bei den selbst erlebten Fallbeispielen bewährt, diese anhand eines Lernziels aufzubauen (“Welche Skills können die Teilnehmer üben?” “Was wäre die Guideline-gerechte Behandlung?" “Was ist das schlussendliche Krankheitsbild?") Übrigens: Ein gutes Fallbeispiel muss nicht hochkomplex und knifflig sein. Auch bei den einfachsten Krankheitsbildern kann man viel lernen!
Falls ihr unsicher mit der Leitung oder der Gestaltung des Fallbeispiels seid, stehen euch erfahrene Kollegen gerne zur Seite. Scheut euch bitte wirklich nicht, uns zu kontaktieren!
Bringe gemäß unserem Grundsatz „train as you fight“ im Idealfall deine Arbeitskleidung/ Utensilien (Stethoskop, Lampe, Stift, etc…) mit. Solltet ihr eure Uniform im Training tragen wollen, empfehlen wir dies im Vorhinein mit eurer Einsatzorganisation/eurem Dienstgeber abzuklären.
Die Rolle in den Fallbeispielen wählt ihr selbst, so könnt ihr eine neue Perspektive erhaschen oder Skills für die Zukunft trainieren. Dabei ersetzen wir jedoch keine Ausbildung und im Realeinsatz zählen natürlich weiterhin immer die gesetzlichen und institutionellen Vorgaben eurer jeweiligen Einsatzorganisation.
Ehrliches und konstruktives Feedback auf Augenhöhe über alle Kompetenzniveaus hinweg ist eine der Grundsäulen unserer Trainings! Jede und jeder ist hier um zu lernen und im Einsatz besser zu performen. Deshalb legen wir großen Wert auf ein strukturiertes Debriefing nach allen Fallbeispielen.
Meistens lassen wir den Abend nach 3-4 Fallbeispielen mit einem gemütlichen Getränk und manchmal einer Pizza-Bestellung ausklingen. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wann er kommt oder geht. Sollte man sich jedoch am Anfang verspäten, bitten wir euch kurz Bescheid zu geben, damit wir nicht warten müssen. Die Veranstalter für die jeweiligen Trainings schreiben meist noch eine Erinnerung in die Whatsapp Gruppe - am besten einfach direkt an sie oder sonst per Mail an training@igni.at wenden.
Grundsätzlich ist das Training für zahlende IGNI-Trainings-Mitglieder gedacht. Es steht aber allen offen, zu einem “Probetraining” vorbeizukommen. Nicht IGNI-Mitglieder können einmalig zu unseren Freien Trainings kommen, um hineinzuschnuppern und sich zu überzeugen. Die Anmeldung ist auch ohne Mitgliedschaft freigeschalten - die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko ohne Haftung oder Versicherungsschutz über die IGNI.
Abschließend noch einen kurzen Satz zur oftmaligen Überwindung vor dem ersten Trainingsbesuch: Wir sind alle irgendwann “zum ersten Mal vorbeigekommen”. Wir kennen alle das Gefühl, wo neu zu sein, nur gut genug. Wir können euch beruhigen: Selten waren in der IGNI so viele unterschiedliche Gesichter mit den verschiedensten persönlichen Hintergründen und Professionen zu finden, wie momentan. Dies macht uns aus und wir freuen uns über jedes neue Gesicht zur Erweiterung dieser Diversität.
Einsatztraining
Teamleitung: Jakob Haberfellner
Für größere Trainings mit anderen Einsatzorganisationen (Feuerwehr, Bergrettung, Wasserrettung, …) haben sich die “Einsatz-Trainings” etabliert. Im Gegensatz zu den Freien Trainings gibt es hier Verantwortliche Szenarienmanager, die das Training genau planen. Es gibt vordefinierte Fallbeispiele und vorab zusammengestellte Teams. Daher ist es umso wertvoller, wenn ihr schon vorab eure Kompetenzen bzw. eure Wünsche bezüglich des Trainings im Kommentarfeld bei der Anmeldung angebt. Wie immer gibt es danach eine ausführliche Gemeinsame Nachbesprechung. Daraus ergibt sich auch die Wichtigkeit, wirklich möglichst pünktlich zu erscheinen. Die Trainings sind meist mit einem hohen Aufwand verbunden. Wir bitten euch daher umso mehr, frühzeitig abzusagen, falls ihr verhindert seit.
Hüttenwochenende
Einmal im Jahr stellt uns das Rote Kreuz Innsbruck die Mundinghütte für ein Trainingswochenende zur Verfügung. Bei diesem zweitägigen Event können in herausfordernder Arbeitsumgebung in und um die Mundinghütte Szenarien geübt werden.